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Umweltbewusstsein 2016 – Mehrheit will Alternativen zum Auto 03.05.2017

Eine große Mehrheit der Deutschen will nicht mehr so stark auf das Auto angewiesen sein. Das ist eines der Ergebnisse der Umweltbewusstseinsstudie, einer repräsentativen Umfrage des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes.

Seit dem Jahr 2000 lässt das Umweltministerium regelmäßig die Einstellung der deutschen Bevölkerung zu Umweltthemen untersuchen. Laut der Mitte April 2017 veröffentlichten Studie "Umweltbewusstsein in Deutschland 2016" kann sich eine große Mehrheit der deutschen Autofahrerinnen und Autofahrer vorstellen, mehr zu Fuß zu gehen und mit dem Rad zu fahren.

Für die Wege im Alltag nutzen 70 Prozent der Befragten täglich oder mehrmals wöchentlich ein Auto. Doch auch regelmäßige Autofahrerinnen und Autofahrer sind unter bestimmten Bedingungen bereit zu wechseln. Eine Stadt- oder Regionalentwicklung, die das Auto leichter verzichtbar macht, trifft bei über 90 Prozent der Befragten auf grundsätzliche Akzeptanz. Auch neue Entwicklungen beim Carsharing oder im Bereich der Fahrradmobilität finden viele interessant.

Das Auto ist laut Studie zwar nach wie vor das wichtigste Verkehrsmittel in Deutschland. 70 Prozent der Befragten nutzen es mehrmals in der Woche. Allerdings kann sich die große Mehrheit der Autofahrer vorstellen, unter bestimmten Bedingungen mehr zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Je nach Größe des Wohnorts können sich zudem zwischen 46 und 61 Prozent der Autofahrenden vorstellen, auf Busse und Bahnen umzusteigen.

Knapp zwei Drittel der regelmäßigen Autofahrerinnen und Autofahrer können sich auch vorstellen, künftig häufiger mit dem Fahrrad zu fahren. Dafür müssten insbesondere drei Bedingungen gegeben sein oder sich ändern. Erstens geben 52 Prozent eine verbesserte Fahrradinfrastruktur wie Radwegoberfläche, Beschilderung, Routenführung oder Radwegenetz als Bedingung für einen Umstieg an. Zweitens sind kürzere Wege etwa zum Einkaufen oder zur Arbeit für 42 Prozent eine Bedingung. Drittens sind insbesondere in Großstädten mehr und sichere Abstell-/Unterstellmöglichkeiten für viele ein Anliegen (40 Prozent).

Im Übrigen zeigen die Ergebnisse der Studie, dass die Idee der Nachhaltigkeit grundsätzlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Umweltschutz wird dabei nicht als isoliertes Politikfeld wahrgenommen, sondern als Teil der Lösung für große ökonomische und soziale Herausforderungen. 67 Prozent der Befragten sehen Umweltschutz als notwendige Voraussetzung, damit Zukunftsaufgaben wie die Globalisierung gestaltet werden können. Große Teile der Bevölkerung sehen Umweltschutz zudem als Voraussetzung für Wohlstand (58 Prozent), Wettbewerbsfähigkeit (51 Prozent) und neue Arbeitsplätze (48 Prozent). Im Bereich der sozialen Gerechtigkeit wird dieser Zusammenhang mit 37 Prozent weniger gesehen.

Die Ergebnisse der Studie sind im Internetangebot des BMUB bzw. des Umweltbundesamtes abrufbar

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